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Jagdland Österreich
Jagd in Österreich
Erwähnt man den Namen Österreich im Kreis internationaler Naturliebhaber und Jäger, so fällt wohl jedem die jagdliche Vielfalt dieses kleinen Landes ein. Von Enten und Gänsen am Neusiedler See im Osten bis hin zur Steinbock im Vorarlberger Hochgebirge im äußersten Westen – in Österreich ist nahezu alles europäische Wild vertreten. In Österreich leben auf etwa 84.000 km² Fläche etwa 8,1 Millionen Menschen. 98% der Fläche werden von etwa 115.000 Jägern flächendeckend jagdlich bewirtschaftet und nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit genutzt. Jagdrecht und Jagdsystem Das in Österreich geltende Jagdsystem ist ein auf dem Grundeigentum basierendes Revierjagdsystem. Wer Grund und Boden hat, ist in Österreich Jagdherr, will heißen, wer mehr als eine gewisse Anzahl an Hektaren (Minimalgrößen zwischen 115 und 300 Hektar, verschieden je nach Bundesland) sein Eigen nennt, zählt zu den Eigenjagdbesitzern und darf, sofern er eine Jagdkarte besitzt, selbst jagen beziehungsweise sein Jagdrecht verpachten. Wer weniger als diese Fläche besitzt, wie zum Beispiel der Großteil der Landwirte, wird mit anderen Besitzern im jeweiligen Gemeindegebiet zu so genannten Genossenschaftsjagden zusammengefasst. Oberster Grundsatz ist es, einen gesunden und artenreichen Wildstand unter Berücksichtigung der Interessen von Land- und Forstwirtschaft zu erhalten. Für Ausländer mit Jagdschein des entsprechenden österreichischen Bundeslandes ist die Jagd erlaubt. Die österreichische Jagdgenehmigung erhält man nach Vorlage des deutschen Jagdscheines. In Tirol ist zudem der Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses erforderlich. Dies kann ggf. der deutsche Führerschein sein, der ja diesen Kursus auch zur Pflicht macht. Zu den Kosten für den Jagdschein kommt noch die österreichische Jagdhaftpflichtversicherung, die separat abgeschlossen werden muß. Vorlage des Europäischen Feuerwaffenpasses ist bei Einreise mit der Waffe erforderlich. Gejagt wird in Privatrevieren und bei der Staatsforstverwaltung. Geschichte Österreich gilt als Land mit ausgeprägter Jagdgeschichte und Jagdtradition. Die Zeiten, wo die Jagd ausschließlich ein Vorrecht des Adels war, sind seit 1768 (Josefinisches Patent) vorüber. Die Jagdgesetzgebung wurde zum Reichsrecht. 1818 konnten Bürger und Bauern bereits eine Jagd erwerben bzw. eine solche pachten. 1849 wurde die Jagd in einem Patent als direkt mit Grund und Boden verbunden anerkannt. Das Jagdrecht wurde dann Landessache, die ersten Jagdgesetze gab es um die Jahrhundertwende. Wildarten Zweifelsohne ist das Rehwild die weitest verbreitete Wildart Österreichs und damit auch die wirtschaftlich bedeutendste. In der Bewertung folgen Rotwild und Gamswild, zunehmend auch das Schwarzwild. Steinwild, Damwild, Muffelwild und Sikawild kommen in freier Wildbahn nur sporadisch vor. Von jagdlicher wie wirtschaftlicher Bedeutung ist, insbesondere im Osten Österreichs, das Niederwild. Bei den Besatz- und Abschusszahlen her liegt das Bundesland Niederösterreich (flächenmäßig das größte) an der Spitze. In den letzten Jahrzehnten litt wie nahezu überall in Europa der Niederwildbesatz unter einer überintensivierten Landwirtschaft und einer dramatischen Vermehrung der Straßen- und Wegeflächen, was zu starken Einbußen geführt hat. Erst in den letzten Jahren sehen die Niederwildbewirtschafter in den Stilllegungsprogrammen der EU, unterstützt durch intensive Hegemaßnahmen der Jäger, eine neue Chance für das Niederwild. Attraktives Gastland Österreich ist nicht nur für Menschen vielfach ein sehr beliebtes Urlaubsland, auch die Gäste aus dem Reich der Fauna nehmen weiterhin zu. So zum Beispiel der Braunbär, dessen Bestandszahl von Experten inklusive einiger ausgesetzter Exemplare auf etwa 25 geschätzt wird. Der Braunbär ist bereits seit Jahrzehnten in kleiner Anzahl in den Kärntner Hochlagen und in Teilen Niederösterreichs und der Steiermark heimisch. Während Luchs, Marderhund und Waschbär bereits seit Jahrzehnten in Österreich ihren Lebensraum haben, sind Meldungen vom Auftreten von Wolf (aus dem Norden) und Goldschakal (aus dem Südosten und Osten) erst in den letzten Jahren häufiger. Der Elch, nahezu jedes Jahr Durchzugsgast für ein paar Tage, hat im nördlichen Niederösterreich, als vor Jahren der sog. Eiserne Vorhang entfernt wurde, in größerer Zahl (etwa 30 Stück) über längere Zeit Quartier genommen.
Weitere Informationen zum Jagdland Österreich.
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© Jagdreisen Norbert Drengk
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