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Jagdland Schottland
Jagdland mit herber Schönheit
Schottland bietet mehr als bloße Natur. Die lange und wechselvolle Geschichte hat überall ihre Spuren hinterlassen. Über 400 Steinkreise und Tausende sogenannter Kammergräber sind Zeugnisse der keltischen Kultur. Trutzige Burgen und düstere Schlösser erinnern an eine heroische Vergangenheit der Schotten, und wer sich mit den innenpolitischen Verhältnissen und der Beziehung zu England befasst, wird bald bemerken, dass die Unabhängigkeitserklärung Schottlands aus dem Jahre 1320 bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Obwohl das Land durch die Union mit England seit 1707 Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien ist, zeigen die Schotten ein enormes Nationalbewusstsein, und der Mythos von der vorenglischen, keltischen Zeit erlebt eine unvergleichliche Renaissance. Für die Jäger hält das Land hoch oben auf dem britischen Eiland besondere Reize bereit. Mehr als ein Jahrhundert lang war Schottland das Jagdrevier der englischen Sportjäger -und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Der Gastjäger findet einen überreichen Bestand an Rotwild, Rehböcke und erstklassige Niederwildjagden. Doch nicht die Jagd nach der starken Trophäe zieht den Jäger nach Schottland, sondern das jagdliche Erlebnis insbesondere in Verbindung mit einer intensiven Naturerfahrung unter z.T. großen persönlichen Anstrengungen ist und bleibt hier die Devise.Die landschaftliche Vielfalt Schottlands ist beeindruckend und das kulturelle Erbe ist reich. Nicht nur die bekannten Klischees von Männern mit Kilts, Klängen aus dem Dudelsack und dem Genuss eines Single Malt Wiskey machen die Reise nach Schottland zu einer einzigartigen, unvergesslichen Erfahrung. Es git so viel Unterschiedliches zu entdecken, dass es von vornherein aussichtslos ist mit einer einzigen Reise dieses wunderbare Land kennenzulernen. Die landschaftliche einmalige Schönheit mit ihrem herben Flair ist eng mit den speziellen Jagdbedingungen in Schottland verbunden. Hier ist nicht nur das jagdliche, sondern auch das physische Können gefordert. Sowohl in kultureller als auch in jagdlicher Hinsicht ist die Region zwischen Inverness und Aberdeen von herausragender Bedeutung. Nicht umsonst hat die englische Königsfamilie im Zentrum dieses Gebietes, in Balmoral, seit Jahrhunderten ihren Sommersitz und genießt diese landschaftliche Schönheit und den jagdlichen Reichtum. Klima Schottland ist von einem feucht-milden Klima mit häufigen Niederschlägen geprägt. Das ozeanische Klima zeichnet sich aus durch mäßig warme Sommer und relativ warme Winter. Im vom Golfstrom beeinflussten Westen herrscht häufig die umgekehrte Wetterlage wie im Osten. Die Sonnenscheindauer nimmt im allgemeinen von Westen nach Osten zu. Die offene Nordwestküste ist den Winden und Wettern schutzlos ausgesetzt und wird häufig von Atlantikstürmen heimgesucht. Über das Jahr betrachtet sind die Temperaturschwankungen relativ gering. Die Berge des Hochlandes sind die Hauptregenfänger. Der Wind weht in Schottland fast immer aus Westen, und die Wolken der atlantischen Tiefdruckgebiete bleiben unweigerlich an den Bergen der Grampions und Highlands hängen. Die wärmsten Monate sind der Juli und der August mit durchschnittlichen Temperaturen von 14 – 18 Grad. Doch auch zu dieser Jahreszeit sollte man immer mit Regenschauern rechnen. Ausrüstung Die Wahl der richtigen Bekleidung bei der Jagd ist in Schottland sehr wichtig. Neben der Feuchtigkeit durch eventuellen Regen, kann es außerdem im Hochland kalt werden und der Wind verstärkt das Kälteempfinden noch. Die Jagdkleidung muss daher warm und regendicht sein. Sie darf dabei aber nicht zu dick und schwer sein, damit man genügend Bewegungsfreiheit hat. Wenn sie etwas rascheln, stört das wenig. Der Wind übertönt diese Geräusche und sehr nahe kommt man dem Wild auch nur ganz selten. Die Kopfbedeckung sollte über eine breite Krempe verfügen, um den Regen besonders für Brillenträger abzuhalten. Gummistiefel sind im Hochland unbrauchbar. Sie geben dem Fußgelenk zu wenig Halt und sind für weite Fußmärsche nicht geeignet. Feste, knöchelhohe Jagdschuhe oder leichte Bergschuhe sind besser. Die Hosenbeine werden durch Gamaschen vor der nassen Heide geschätzt. Wenn es den ganzen Tag regnet und auch mal ein Bach durchquert werden muss, ist das beste Schuhwerk abends feucht und muss einen Tag lang trocknen. Wird jeden Tag gejagt, sollte ein zweites Paar Schuhe mitgenommen werden. Ein Rucksack, in dem sich Extrakleidung, Spektiv, Kamera und etwas Verpflegung verstauen lässt, ist praktisch, zumal er auch als Waffenauflage dienen kann. Die Entfernung zu schätzen, ist gerade im offenen Gelände nicht einfach. Sehr praktisch sind hier präzise arbeitende Entfernungsmesser auf Laserbasis. Das Fernglas sollte leicht und handlich sein. Optimal sind die kleinen Faltgläser (8x20 oder 10x25), die sich in der Jackentasche unterbringen lassen. Es kann vorteilhaft sein, den Hirsch vor dem Schuss erst einmal von weitem genau anzusprechen. Dazu ist bei den großen Distanzen ein Spektiv nützlich. Der Nachteil ist natürlich das Gewicht. Hier muss man abwägen, welche Lasten man bei der Pirsch „ertragen“ will. Anreise Seit der Fertigstellung des Tunnels kann man unter dem Ärmelkanal mit dem Autozug auf die Insel gelangen. Jedoch ist die Entfernung vom Ankunftsort Folkstone im Süden der Insel bis nach Schottland mit 700 km bis weit über 1000 km noch recht groß. Fährverbindungen gibt es von Cuxhaven nach Harwich, ebenfalls in Südengland. Nach Newcastle in Nordengland gelangt man von Amsterdam (Niederlande). Sehr günstig liegt der Hafen Rosyth (bei Edinburgh), wohin man mit der Fähre von Zeebrügge in Belgien gelangt. Schneller ist die Anreise mit dem Flugzeug. Aberdeen ist ein günstigster Zielflughafen, unweit zu den meisten Jagdgebieten. Dorthin gelangt man zumeist mit British Airways oder KLM, bzw. British Midland (1-mal umsteigen). Am Zielflughafen mietet man am besten einen Leihwagen, damit man auch außerhalb der Jagd beweglich ist. Waffeneinfuhr Zur Waffeneinfuhr nach Großbritannien benötigen Sie den Europäischen Feuerwaffenpaß und eine britische Waffeneinfuhrgenehmigung, das sog. ‚visitors firearm certificate’. Dies wird von unseren Vertragspartnern besorgt. Hierzu benötigen wir rechtzeitig, ca. 6 Wochen vor Reisantritt, Ihren EU-Feuerwaffenpaß im Original, sowie eine Kopie der Waffenbesitzkarte und eine Kopie des gültigen Reisepasses. Die Behörden bestehen auf einer gut erkennbaren Qualität der genannten Kopien. Die Waffeneinfuhrgenehmigung ‚visitors firearm certificate’ wird Ihnen dann mit den Reiseunterlagen zugeschickt. Jagd in Schottland Jagd auf Rothirsche: Schottland verfügt heute über den größten Rotwildbestand Europas. Der Bestand wird auf über 250 000 Stück geschätzt. Der schottische Rothirsch ist bedeutend schwächer als deutsches oder osteuropäisches Rotwild. Die karge Äsung des nur mit Heide und saurem Gras bedeckten Hochlandes bringt niedrige Wildbretgewichte und schwache Geweihe. Rothirsche kommen fast nur in waldfreien Gebieten vor, denn Schottland befindet sich erst wieder in der Aufforstung. Die Geweihgewichte der Highland-Hirsche liegen so um die zwei bis drei Kilogramm bei langer, aber schwacher Stangenbildung. Hirsche mit mehr als zwölf Enden sind eine Seltenheit. In Schottland wird übrigens die tatsächliche Endenzahl gezählt. Ein ungerader Achter ist dort also ein Siebenender. Die besten Trophäen werden auf privaten Landgütern erbeutet, denn viele Estates haben sich mittlerweile auf die Gastjäger eingestellt und betreiben dementsprechend eine nachhaltige Jagd. So werden junge Hirsche mit vielversprechenden Geweihen auch schon mal einige Jahre geschont. Die Rotwildbrunft beginnt in Schottland sehr spät. Sie liegt etwa in den ersten drei Dekaden des Monats Oktober. Die Jagdzeit für Rothirsche endet am 20.Oktober. Anschließend beginnt die Jagdzeit für das Kahlwild (21.Oktober bis 15.Februar). Generell gilt bei der Jagd in Schottland, dass die Jagd beendet ist, wenn der gebuchte Abschuß erfüllt wurde. Die Rotwildjagd findet in der Regel als Pirsch im offenen Gelände statt und dauert den ganzen Tag. In der offenen, nur mit Heide bewachsenen Hügellandschaft ist das Wild gut auszumachen. Doch dieser Vorteil gilt auch umgekehrt - der Jäger wird auch vom Wild leicht eräugt. Um auf Schussweite heranzukommen, ist es deshalb manchmal notwendig, einige Strecken im Kriechgang zurückzulegen. In der deckungslosen Landschaft des schottischen Hochlandes muss oft weit geschossen werden. Es können Schüsse auf 200 Meter vorkommen. Dafür ist eine Patrone mit gestreckter Flugbahn sehr vorteilhaft. Übermäßig stark und von großem Kaliberdurchmesser braucht die verwendete Laborierung dagegen nicht zu sein, denn schottische Hochlandhirsche wiegen selten mehr als 100 Kilogramm. Sehr gut geeignet sind die rasanten Patronen wie 7mm Remington Magnum, 7mm Weatherby oder eines der .300er Magnum-Kaliber, aber auch 8x 68 S.
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© Jagdreisen Norbert Drengk
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