Serbien bzw. das frühere Jugoslawien zählt schon lange Zeit zu den besten Jagdländern Europas. Damit ist aber eigentlich in erster Linie die nördliche serbische Provinz – die Vojvodina gemeint. Die Vojvodina liegt mitten in der Pannonischen Tiefebene. Dieser Landstrich fungiert wie eine natürliche Brücke, die das mittlere und westliche Europa mit dem Balkan und dem nahen Osten verbindet.
Die Vojvodina gilt als die Kornkammer Serbiens. Man kann sich heute schwer vorstellen, dass dort, wo Lerchen schlagen und Kraniche ziehen in der Frühzeit das sog. Pannonische Meer gelegen hat. Aber dessen schwarze, fette Erde, der Humus, bietet immer noch ein nährstoffreiche Basis sowohl für eine ertragreiche Landwirtschaft als auch gleichzeitig beste Äsungsbedingungen für das Wild. Hier werden überwiegend Feldfrüchte wie Mais, Sojabohnen, Kohl und Getreide angebaut. Dies ist die ideale Heimat von starkem Rehwild und Niederwild.
In diesem wildreichen Gebiet, das einzigartig in ganz Europa ist, stechen auch die überdurchschnittlichen Trophäenqualitäten hervor. Die Vojvodina ist berühmt für seine exzellenten Bockjagden. Rehkronen zwischen ca. 350g bis 500g sind keine Seltenheit. Jedes Jahr kommen sogar Hochkapitale bis über 550g vor. Durchschnittliche Trophäen liegen um 350g. Dabei erreichen etwa 30% aller Bocktrophäen eine Medaille. Der Jäger, der gezielt einen kapitalen Bock erjagen möchte, ist hier also sehr gut aufgehoben. Die beste Jagdzeit ist in den ersten 3 Maiwochen, wenn die Vegetation noch ein gutes Ansprechen gestattet. Darüber hinaus hat aber auch die Blattzeit (Ende Juli/Anfang August) einen besonderen Reiz, wenn die sonst heimlichen Böcke unruhig durchs Revier ziehen und dann unvorsichtig werden.