Die Jagdzeit für Rehböcke beginnt in Ungarn am 15. April. Für viele Jagdfreunde hat aber auch die Bockjagd in der Blattzeit Ende Juli, Anfang August ihren besonderen Reiz, wenn die Böcke umtriebig und auch unvorsichtiger sind. Dabei werden vor allem alte, kapitale Böcke geschossen.
Wer gute Böcke erlegen möchte, dem empfehlen wir entweder unsere in Westungarn gelegenen genossenschaftlichen Reviere, oder die auf dem ung. Tiefebene gelegene Reviere. In diesen Gebieten können Rehböcke mit einem Gehörngewicht zwischen 200 und 600 g erlegt werden. In vielen, guten Rehbockrevieren werden die Jagden auch mit der Autopirsch gemacht, wo die Schussdistanzen oft 120-180 m sind.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die östlich der Donau in der Großen Ungarischen Tiefebene gelegenen Rehbockreviere. Während Westungarn von der Landschaft und der Vegetation her mehr an Westeuropa erinnert, entspricht die ausgedehnte Tiefebene Ostungarns mit ihren Feldern, den vielen vereinzelten Gehöften, Ziehbrunnen, Feldern und dem weiten Grasland der Pußta eher den klassischen Vorstellungen von Ungarn. Die Trophäenstärken in diesen Revieren liegen je nach Standort zwischen 200 und 600 g.
Während in den westungarischen Revieren vorwiegend vom Hochsitz aus gejagd wird, jagt man in Ostungarn bedingt durch die oft deckungslose, flache Landschaft vorwiegend eher vom Geländewagen oder manchmal auch von der Pferdekutsche aus.